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«Die Frucht der Lippen»
Die Jahrestagung fand vom 3.-5. April 2009 im Haus Salem in Bielefeld statt zum Thema:
«Die Frucht der Lippen», dem Schlußkapitel aus der «Sprache des Menschengeschlechts».
Für Eugen Rosenstock-Huessy war die «Frucht der Lippen» der Höhe- und Schlußpunkt seines jahrzehntelangen Wirkens. Er geht darin der inneren Beziehung der vier Evangelien zueinander nach und entdeckt, wie sie sich gemeinsamen Korpus anwachsen, einer vierstimmigen Harmonie.
Er vergleicht auch den Anfang und das Ende der einzelnen Evangelien: Jeder Schreiber endet bei ganz anderen Aussagen über Jesus als ihm zu Beginn seines Werkes wichtig waren. Vor allem um diesen Aspekt der «Frucht der Lippen» ging es in den Gruppen. Deren Leiter geben persönlich gefärbte Rückblicke auf diese Begegnungen.
Wie charakterisiert Eugen Rosenstock-Huessy die vier Evangelisten? Einige zentrale Aussagen regen das Gespräch an. |
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"Der Atheist wünschte, ich sollte in die Theologie verschwinden. Die Theologen meinten, ich sei wohl ein Soziologe, die Soziologen murmelten: wahrscheinlich ein Historiker. Die Historiker waren darob entsetzt und riefen: ein Journalist. Aber die Journalisten verdammten mich als Metaphysiker. Die Metaphysiker ihrerseits hielten Wache am Tor der Philosophie und fragten bei den Staatswissenschaftlern meinetwegen an. Die Juristen sind ja schon im Mittelalter als schlechte Christen bekannt gewesen, und so wünschten sie mich in die Hölle. Damit konnte ich mich schliesslich einverstanden erklären, denn als Mitglied der gegenwärtigen Gesellschaft kommt unserseiner aus der Hölle ja nur für Augenblicke heraus."
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Leben, Lehre, Wirken von Eugen Rosenstock-Huessy
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