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Schon 1919 hatte er - in prophetischer Sprache - für das Deutsche Reich einen „Lügenkaiser" vorhergesagt, und so überraschte ihn die Usurpation des Rechts - um es einmal so zu nennen - durch Hitler und die Nationalsozialisten nicht. Geistesgegenwärtig sagte er am 1. Februar 1933 seine weitere Teilnahme an der öffentlichen Lehre an der Universität in Breslau ab, erwirkte die förmliche Beurlaubung in Berlin und gewann Zeit zur genauen Vorbereitung der Emigration.
Am 9. November 1933 verließ er in dem Fährschiff mit Namen «Deutschland das Deutsche Reich». Kurz zuvor entging er nur knapp der Verhaftung, als er bei Viktor Bausch in Berlin zu Besuch war und Parteischergen den „Juden Rosenstock" verlangten. Frau und Kind folgten ihm bald in die Vereinigten Staaten von Amerika.
1934 bis 1936 hatte er den Kuno-Fischer-Lehrstuhl für German Art and Culture an der Harvard University inne. 1935 war er, um an der Briefausgabe Franz Rosenzweigs mitzuwirken, noch einmal in Deutschland. Mit Schaudern sah er, was im Deutschen Reich zerstört wurde. Die Rückkehr nach Amerika wurde für ihn zur Immigration, zur Einwanderung.
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